Chefärzte Gehalt: So viel verdienen Chefärzte in Deutschland

Veröffentlicht am 29.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Chefärzte verdienen in Deutschland im Durchschnitt rund 300.000 Euro brutto im Jahr. Diese Zahl nennt Wikipedia für 2019. Die tatsächlichen Gehälter schwanken stark, denn Chefärzte handeln ihre Verträge einzeln aus.

Kurzantwort: Das Chefarzt Gehalt liegt im Schnitt bei etwa 300.000 Euro im Jahr. Einzelne Verträge liegen darunter oder weit darüber, weil Erlöse aus der Privatbehandlung dazukommen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durchschnitt laut Wikipedia (2019): rund 300.000 Euro brutto pro Jahr
  • Oberarzt: etwa 136.000 Euro, Facharzt: etwa 96.000 Euro
  • Chefärzte haben meist individuelle Verträge statt Tarifvertrag
  • Privatliquidation kann das Einkommen deutlich erhöhen

Chefärzte Gehalt: Zahlen im Überblick

Wer wissen will, wie viel ein Chefarzt verdient, braucht zuerst einen Vergleich. Wikipedia stellt die durchschnittlichen Jahresgehälter klinisch tätiger Ärzte für das Jahr 2019 nebeneinander. Die Werte sind auf Tausend Euro gerundet.

Position Jahresgehalt (brutto, 2019) Pro Monat (gerechnet)
Chefarzt 300.000 Euro 25.000 Euro
Oberarzt 136.000 Euro ca. 11.300 Euro
Facharzt 96.000 Euro 8.000 Euro
Assistenzarzt 79.000 Euro ca. 6.600 Euro

Ein Chefarzt verdient damit mehr als doppelt so viel wie ein Oberarzt. Die Monatswerte sind einfache Rechnungen aus den Jahreszahlen. Sie enthalten Sonderzahlungen und Zusatzeinnahmen anteilig.

Wer am Anfang der Laufbahn steht, findet Zahlen im Beitrag Assistenzarzt Gehalt. Für niedergelassene Mediziner lohnt der Blick auf Was verdient ein Hausarzt.

Was verdient ein Chefarzt im Monat brutto und netto?

Bei 300.000 Euro im Jahr ergeben sich rechnerisch 25.000 Euro brutto im Monat. Netto fällt der Betrag deutlich kleiner aus. Der Spitzensteuersatz greift bei diesem Einkommen, dazu kommen Solidaritätszuschlag auf den Anteil über der Freigrenze, gegebenenfalls Kirchensteuer und Sozialabgaben.

Ein genauer Nettowert hängt von der Steuerklasse und der Krankenversicherung ab. Ärzte in Kliniken sind oft in einem Versorgungswerk versichert statt in der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch das verändert die Abzüge.

Kurzantwort: Brutto sind es im Durchschnitt etwa 25.000 Euro im Monat. Die Nettosumme liegt je nach Steuerklasse und Versicherung erheblich niedriger.

Warum Chefärzte keinen festen Tariflohn bekommen

Für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern gilt der TV-Ärzte/VKA. Universitätskliniken nutzen den TV-Ärzte (TdL). Der Marburger Bund listet beide Tarifwerke samt Entgelttabellen auf seiner Seite auf.

Chefärzte stehen meist außerhalb dieser Tabellen. Laut Wikipedia haben sie in Krankenhäusern zumeist speziell verhandelte Arbeitsverträge. Diese räumen ihnen weitgehende Freiheiten bei der Arbeitseinteilung ein. Das Grundgehalt, Boni und Nebentätigkeiten verhandeln sie mit dem Klinikträger.

Daraus folgt eine große Bandbreite. Ein Chefarzt in einer kleinen Klinik auf dem Land verdient anders als der Leiter einer Universitätsabteilung. Auch die Trägerschaft spielt eine Rolle. Ob kommunal, kirchlich oder privat, jeder Träger setzt eigene Maßstäbe.

Liquidationsrecht und Beteiligung: Woher der Zusatzverdienst kommt

Ein wichtiger Baustein ist die private Liquidation. Darunter versteht man die private Abrechnung von Leistungen mit Patienten, normalerweise über eine private Krankenversicherung. Wikipedia beschreibt, dass in der Regel nur Chefärzte und Oberärzte als deren Vertreter Privatliquidationen stellen dürfen.

Das Krankenhaus behält davon einen Anteil. Laut Wikipedia erhält es von allen Chefärzten einen Teil der Bruttoeinnahmen aus dem privatärztlichen Bereich. Wie hoch dieser Anteil ausfällt, regelt der jeweilige Vertrag.

Wer ein konkretes Angebot prüft, liest die Vertragsklauseln zur Beteiligung daher genau.

Verdienst im Vergleich: Chefarzt, Oberarzt und niedergelassener Arzt

Auch Praxisinhaber können hohe Einkommen erzielen. Wikipedia nennt für ausgewählte Fachgebiete niedergelassener Ärzte Jahresüberschüsse je Inhaber. Radiologen kommen dort auf rund 381.000 Euro, Augenärzte auf rund 318.000 Euro. Hausärzte liegen bei etwa 192.000 Euro.

Diese Zahlen zeigen den Überschuss der Praxis vor Steuern und vor der Altersvorsorge. Sie lassen sich nicht direkt mit einem Klinikgehalt vergleichen. Der Inhaber trägt Investitionen und das wirtschaftliche Risiko selbst.

Weitere Berufsbilder zum Vergleich bieten die Beiträge Was verdient eine Ärztin und Was verdient ein Psychotherapeut.

Der Weg zum Chefarzt: Ausbildung, Zeit und Aufstieg

Der Weg dauert lang. Auf das Medizinstudium folgen die Weiterbildung zum Facharzt und mehrere Jahre als Oberarzt. Erst danach kommt die Leitung einer Abteilung in Frage.

  • Studium der Humanmedizin und Approbation
  • Weiterbildung zum Facharzt in der gewählten Fachrichtung
  • Aufstieg zum Oberarzt mit Führungsaufgaben
  • Bewerbung auf eine Chefarztstelle

Die Verantwortung wächst mit jeder Stufe. Ein Chefarzt leitet die Abteilung, entscheidet über die Behandlung schwieriger Fälle und führt das Team. Wikipedia beschreibt zudem, dass Chefärzte nachts und am Wochenende zur Beratung bereitstehen, während Ärzte im Bereitschaftsdienst die Versorgung übernehmen.

Fazit

Das Chefärzte Gehalt liegt im Durchschnitt bei etwa 300.000 Euro brutto jährlich, ein Vielfaches des Assistenzarztgehalts. Die Spanne bleibt groß, weil Verträge individuell ausgehandelt werden und die Privatliquidation Zusatzeinnahmen bringen kann. Wer sich für ein konkretes Angebot interessiert, vergleicht Grundgehalt, Beteiligungen und Abgaben an die Klinik.

FAQ – Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Chefarzt im Durchschnitt?

Laut Wikipedia lag das durchschnittliche Jahresgehalt eines Chefarztes 2019 bei rund 300.000 Euro. Die Spanne reicht je nach Klinik und Fach weit darüber und darunter.

Wie viel verdient ein Chefarzt im Monat?

Bei 300.000 Euro Jahresbrutto ergibt der Durchschnitt rund 25.000 Euro brutto im Monat. Netto bleibt nach Steuern und Sozialabgaben deutlich weniger.

Was verdient ein Oberarzt im Vergleich?

Für Oberärzte nennt Wikipedia rund 136.000 Euro im Jahr (Stand 2019). Fachärzte kamen auf etwa 96.000 Euro, Assistenzärzte auf etwa 79.000 Euro.

Warum verdienen Chefärzte mehr als Oberärzte?

Chefärzte leiten eine Abteilung und tragen die Verantwortung für Personal und Behandlung. Dazu kommen oft Erlöse aus der Behandlung von Privatpatienten.

Gilt für Chefärzte ein Tarifvertrag?

Meist nicht. Chefärzte haben laut Wikipedia in der Regel speziell verhandelte Arbeitsverträge. Der Marburger Bund führt Tarifverträge für die Ärzte darunter.

Was bedeutet Liquidationsrecht?

Das Recht, Leistungen für Privatpatienten selbst abzurechnen. Das Krankenhaus erhält davon einen vertraglich festgelegten Anteil.

Verdienen Chefärzte an Universitätskliniken anders?

Die Verträge unterscheiden sich je nach Träger. Für Ärzte an Unikliniken gilt der TV-Ärzte (TdL), Chefärzte handeln ihre Bedingungen jedoch individuell aus.

Welches Fachgebiet zahlt Chefärzten am meisten?

Verlässliche amtliche Vergleichszahlen fehlen. Als gut vergütet gelten operative Fächer und Fächer mit vielen Privatpatienten.

Wie viel bleibt netto von einem Chefarztgehalt?

Das hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Versicherung ab. Ein Steuerberater oder ein Brutto-Netto-Rechner gibt eine genaue Zahl.

Kann jeder Arzt Chefarzt werden?

Voraussetzung ist in der Regel die Facharztanerkennung mit langer Berufserfahrung, meist als Oberarzt. Die Stelle wird von der Klinikleitung besetzt.

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Dieser Text ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Für die eigene Situation helfen Steuerberatung und der Arbeitgeber.

Quellen

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