Berufsfeuerwehr Gehalt 2026: Was Feuerwehrleute verdienen

Veröffentlicht am 26.09.2026 · Lesezeit 4 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Das Gehalt bei der Berufsfeuerwehr richtet sich nach der Beamtenbesoldung des jeweiligen Bundeslandes. Ein Brandmeister im mittleren Dienst startet in Nordrhein-Westfalen 2026 in der Besoldungsgruppe A 7 mit rund 3.216 Euro brutto im Monat. Mit den Jahren steigt das Grundgehalt in A 7 auf rund 3.793 Euro. Führungskräfte im höheren Dienst kommen auf 5.200 bis über 6.300 Euro, dazu kommen Zulagen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Feuerwehrleute bei der Berufsfeuerwehr sind meist Beamte.
  • Einstieg im mittleren Dienst: Besoldungsgruppe A 7.
  • Jedes Bundesland hat eine eigene Besoldungstabelle.
  • Feuerwehrzulage und Schichtzulagen kommen zum Grundgehalt dazu.

Wie sich das Gehalt bei der Berufsfeuerwehr zusammensetzt

Berufsfeuerwehren gehören zu den Städten. Ihre Einsatzkräfte sind fast immer Beamte. Das Gehalt heißt deshalb Besoldung. Es folgt festen Tabellen und lässt sich nicht frei verhandeln.

Die Besoldung besteht aus mehreren Bausteinen.

  • Grundgehalt: hängt von Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe ab.
  • Familienzuschlag: gibt es für Verheiratete und für Kinder.
  • Feuerwehrzulage: eine Stellenzulage für den Einsatzdienst. Die Höhe legt jedes Land selbst fest.
  • Schicht- und Erschwerniszulagen: für Wechselschicht, Nachtdienst oder Dienst an Feiertagen.

Beamte zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Das Netto fällt dadurch höher aus als bei einem Angestellten mit gleichem Brutto. Dafür brauchen Beamte eine private Krankenversicherung, der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen Teil der Kosten.

Kurzantwort: Ein Berufsfeuerwehrmann in A 7 verdient in NRW 2026 zwischen rund 3.216 und 3.793 Euro Grundgehalt im Monat. Zulagen kommen dazu.

Berufsfeuerwehr Gehalt nach Laufbahn: die Tabelle

Die Berufsfeuerwehr kennt drei Laufbahnen. Die Tabelle nennt das Grundgehalt nach der Besoldungstabelle Nordrhein-Westfalen, gültig vom 1. April 2026 bis 28. Februar 2027. Die Spanne reicht von der niedrigsten bis zur höchsten Erfahrungsstufe.

Laufbahn Typischer Dienstgrad Gruppe Grundgehalt brutto
Mittlerer Dienst Brandmeister A 7 3.216 bis 3.793 Euro
Mittlerer Dienst Oberbrandmeister A 8 3.297 bis 4.100 Euro
Mittlerer Dienst Hauptbrandmeister A 9 3.438 bis 4.295 Euro
Gehobener Dienst Brandoberinspektor A 10 3.694 bis 4.784 Euro
Höherer Dienst Brandrat A 13 5.221 bis 6.381 Euro

Andere Länder zahlen etwas mehr oder weniger. Die Unterschiede in A 7 liegen meist bei einigen Hundert Euro im Monat. Wer sich bewirbt, sollte die Tabelle des eigenen Landes prüfen.

Gehalt in der Ausbildung

Die Ausbildung zum Brandmeister dauert je nach Land unterschiedlich lang. In dieser Zeit sind die Anwärter Beamte auf Widerruf. Sie erhalten Anwärterbezüge. In NRW liegen diese 2026 für den mittleren Dienst bei 1.559,78 Euro im Monat. Im gehobenen Dienst sind es 1.615,68 Euro.

Viele Städte verlangen vorab eine abgeschlossene Berufsausbildung, oft in einem handwerklichen oder technischen Beruf. Die Auswahl ist streng. Nach Angaben auf Wikipedia erhält in den meisten Verfahren nur rund drei Prozent der Bewerber eine Zusage.

So steigt das Gehalt mit den Jahren

Das Grundgehalt wächst in Stufen. Wer länger im Dienst ist, rückt in höhere Erfahrungsstufen auf. Dazu kommen Beförderungen. Ein typischer Weg im mittleren Dienst sieht so aus.

  • Schritt 1: Ausbildung als Brandmeisteranwärter mit Anwärterbezügen.
  • Schritt 2: Ernennung zum Brandmeister in A 7.
  • Schritt 3: Beförderung zum Oberbrandmeister in A 8.
  • Schritt 4: Beförderung zum Hauptbrandmeister in A 9.
  • Schritt 5: Aufstieg in den gehobenen Dienst über einen Lehrgang.

Zwischen A 7 in der Anfangsstufe und A 9 in der Endstufe liegen in NRW gut 1.000 Euro im Monat. Der Wechsel in den gehobenen Dienst öffnet den Weg zu A 10 und höher.

Arbeitszeit, Schichtdienst und Zulagen

Berufsfeuerwehren arbeiten meist im 24-Stunden-Dienst. Seit 2007 liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei 48 Stunden. Vorher waren es 56 Stunden. Nächte, Wochenenden und Feiertage gehören zum Alltag.

Dafür gibt es Zulagen. Die Feuerwehrzulage ist fest und wird jeden Monat gezahlt. Zulagen für Wechselschicht und Nachtdienst kommen je nach Dienstplan dazu. Wer im Rettungsdienst eingesetzt ist, erhält teils weitere Zulagen. Die genauen Beträge regeln die Länder.

Kurzantwort: Die Wochenarbeitszeit liegt meist bei 48 Stunden im 24-Stunden-Dienst. Feuerwehr- und Schichtzulagen erhöhen das Gehalt.

Pension: früher in den Ruhestand

Feuerwehrbeamte gehen früher in Pension als andere Beamte. Je nach Land und Laufbahn endet der aktive Dienst zwischen 60 und 64 Jahren. Die Pension kann nach rund 40 Dienstjahren bis zu 71,75 Prozent der letzten Bezüge erreichen. Eine gesetzliche Rente zahlen Beamte nicht ein.

Freiwillige Feuerwehrleute erhalten dagegen kein Gehalt. Sie bekommen je nach Gemeinde eine Aufwandsentschädigung. Wie sich solche Beträge steuerlich auswirken, zeigt der Beitrag zur Ehrenamtspauschale in der Steuererklärung.

Fazit

Das Gehalt bei der Berufsfeuerwehr ist planbar. Brandmeister starten in NRW 2026 mit rund 3.216 Euro Grundgehalt. Mit Erfahrung, Beförderung und Zulagen steigt der Verdienst deutlich. Der 24-Stunden-Dienst ist fordernd. Dafür gibt es sichere Beamtenbezüge und eine frühere Pension.

FAQ – Häufige Fragen

Was verdient ein Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr?

In NRW 2026 in A 7 zwischen rund 3.216 und 3.793 Euro Grundgehalt im Monat, je nach Erfahrungsstufe.

Welche Besoldungsgruppe hat ein Feuerwehrmann?

Der Einstieg im mittleren Dienst liegt in A 7. Der gehobene Dienst beginnt meist in A 9 oder A 10.

Was verdient man in der Feuerwehrausbildung?

In NRW 2026 im mittleren Dienst 1.559,78 Euro Anwärterbezüge im Monat.

Wie viel verdient ein Brandrat?

In A 13 in NRW 2026 zwischen rund 5.221 und 6.381 Euro Grundgehalt.

Gibt es eine Feuerwehrzulage?

Ja. Einsatzkräfte erhalten eine monatliche Stellenzulage. Die Höhe regelt jedes Land.

Wie viele Stunden arbeitet die Berufsfeuerwehr?

Im Schnitt 48 Stunden pro Woche, meist in 24-Stunden-Diensten.

Ab wann gehen Feuerwehrbeamte in Pension?

Je nach Land und Laufbahn zwischen 60 und 64 Jahren.

Verdienen Feuerwehrleute in allen Ländern gleich?

Nein. Jedes Bundesland hat eine eigene Besoldungstabelle. Die Unterschiede betragen meist einige Hundert Euro.

Bekommen freiwillige Feuerwehrleute Geld?

Sie erhalten kein Gehalt. Manche Gemeinden zahlen eine Aufwandsentschädigung.

Wie hoch ist das Netto bei der Berufsfeuerwehr?

Das hängt von Steuerklasse, Zulagen und Krankenversicherung ab. Ohne Sozialabgaben fällt es höher aus als bei Angestellten.

Mehr zum Thema

Hinweis: Dieser Text ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Maßgeblich sind die Besoldungsgesetze des jeweiligen Bundeslandes.

Quellen

Nach oben scrollen