Wie viel verdient man als kfz-mechatroniker? Gehalt im Überblick

Veröffentlicht am 27.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Ein Kfz-Mechatroniker verdient nach der Ausbildung im Schnitt rund 3.400 Euro brutto im Monat, die Spanne reicht von 2.800 bis 4.300 Euro. Während der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Lehrjahr und Tarifvertrag zwischen etwa 864 und 1.400 Euro brutto. Mit einer Meisterqualifikation sind bis zu 4.500 Euro brutto im Monat erreichbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ausbildungsvergütung steigt von rund 900 Euro im ersten bis auf 1.400 Euro im vierten Lehrjahr.
  • Nach der Ausbildung liegt das Durchschnittsgehalt bei etwa 3.400 Euro brutto im Monat.
  • Tarifgebundene Betriebe zahlen meist zwischen 2.400 und 2.700 Euro brutto zum Einstieg.
  • Mit Meisterbrief sind Gehälter bis 4.500 Euro brutto im Monat möglich.

Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr

Die Vergütung während der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker hängt vom jeweiligen Tarifvertrag ab, meist dem des Kraftfahrzeuggewerbes oder dem der Metall- und Elektroindustrie. Die folgende Tabelle zeigt die typische Bandbreite je Lehrjahr.

Lehrjahr Ausbildungsvergütung brutto/Monat
1. Jahr 864-1.198 Euro
2. Jahr 904-1.232 Euro
3. Jahr 953-1.326 Euro
4. Jahr 1.009-1.397 Euro

In tarifgebundenen Betrieben nach Metall-Tarif liegen die Werte meist am oberen Ende dieser Spanne. In Baden-Württemberg erhalten Auszubildende der Metall- und Elektroindustrie im ersten Jahr etwa 1.304 Euro, in Sachsen rund 1.272 Euro. Im reinen Kfz-Handwerk fällt die Vergütung regional oft etwas niedriger aus. Wer sich für einen Ausbildungsbetrieb entscheidet, sollte deshalb vorab nachfragen, nach welchem Tarifvertrag die Vergütung berechnet wird, denn dieselbe Tätigkeit kann je nach Branchenzugehörigkeit unterschiedlich bezahlt werden.

Ausbildungsinhalte und Alltag

Während der Ausbildung lernen angehende Kfz-Mechatroniker die Wartung, Reparatur und Diagnose von Fahrzeugen, den Umgang mit computergestützten Prüfsystemen sowie zunehmend auch die Arbeit an Hybrid- und Elektroantrieben. Die praktische Arbeit in der Werkstatt wird durch den Berufsschulunterricht ergänzt, in dem technisches und rechtliches Grundwissen vermittelt wird. Am Ende der Ausbildung steht die Gesellenprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer.

Kurzantwort: Die Ausbildungsvergütung zum Kfz-Mechatroniker liegt im ersten Lehrjahr zwischen 864 und 1.304 Euro brutto und steigt bis zum vierten Jahr auf bis zu 1.400 Euro.

Erhöhungen der Ausbildungsvergütung 2025 und 2026

Die tariflich vereinbarten Ausbildungsvergütungen sind zuletzt spürbar gestiegen. Im Kfz-Gewerbe der Region Nordost erhalten Auszubildende ab August 2026 zwischen 1.088 und 1.224 Euro im Monat, je nach Lehrjahr zwischen 115 und 184 Euro mehr als zuvor. Insgesamt stiegen die tariflich vereinbarten Ausbildungsvergütungen 2025 und 2026 im Schnitt um 3,3 Prozent, zusätzlich wurde die Möglichkeit vereinbart, Geld in bis zu fünf zusätzliche freie Tage im Jahr umzuwandeln.

Gehalt nach der Ausbildung

Nach bestandener Gesellenprüfung verdienen Kfz-Mechatroniker in tarifgebundenen Unternehmen meist zwischen 2.400 und 2.700 Euro brutto im Monat zum Einstieg. Mit wachsender Berufserfahrung steigt das Gehalt auf durchschnittlich rund 3.400 Euro, die Bandbreite reicht insgesamt von 2.800 bis 4.300 Euro brutto im Monat, abhängig von Betriebsgröße, Region und Spezialisierung, etwa auf Elektrofahrzeuge oder Nutzfahrzeugtechnik.

Kurzantwort: Nach der Ausbildung verdienen Kfz-Mechatroniker im Schnitt rund 3.400 Euro brutto im Monat, mit einer Spanne von 2.800 bis 4.300 Euro.

Weiterbildung zum Meister

Wer sich zum Kfz-Meister weiterbildet, übernimmt zusätzliche Verantwortung, etwa bei der Ausbildung von Lehrlingen oder der Werkstattleitung. Mit dieser Zusatzqualifikation steigt das Gehalt auf bis zu 4.500 Euro brutto im Monat. Die Meisterausbildung dauert je nach Lehrgangsform mehrere Monate bis zwei Jahre und wird in vielen Bundesländern über das Aufstiegs-BAföG finanziell gefördert.

Regionale und tarifliche Unterschiede

Die genaue Höhe des Gehalts hängt stark davon ab, ob ein Betrieb tarifgebunden ist und in welcher Region er liegt. Westdeutsche Bundesländer zahlen meist etwas mehr als ostdeutsche, größere Autohäuser und Markenwerkstätten oft mehr als kleine freie Werkstätten. Wer sich auf gefragte Bereiche wie Hochvolttechnik bei Elektrofahrzeugen spezialisiert, kann zusätzlich von Fachkräftezuschlägen profitieren. Auch die Marke des Autohauses spielt eine Rolle, denn Premiumhersteller zahlen ihren Werkstätten oft höhere Stundenverrechnungssätze, was sich langfristig auch auf die Gehälter der Beschäftigten auswirkt.

Karrierewege über die Werkstatt hinaus

Neben dem klassischen Weg über die Werkstatt und den Meisterbrief eröffnen sich für Kfz-Mechatroniker weitere Perspektiven, etwa als Serviceberater mit direktem Kundenkontakt, als Kfz-Sachverständiger oder im technischen Vertrieb von Ersatzteilen und Werkzeugen. Wer zusätzlich ein Studium der Fahrzeugtechnik anschließt, kann in die Entwicklung oder Qualitätssicherung bei Herstellern und Zulieferern wechseln, was in der Regel mit einem deutlich höheren Gehalt verbunden ist.

Fazit

Das Gehalt eines Kfz-Mechatronikers steigt deutlich vom Ausbildungsbeginn bis zur erfahrenen Fachkraft mit Meisterbrief. Wer in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, profitiert von regelmäßigen Erhöhungen und einer klaren Gehaltsstruktur, während freie Werkstätten individuell verhandeln.

FAQ – Häufige Fragen

Wie viel verdient man in der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker?

Je nach Lehrjahr und Tarifvertrag zwischen 864 und 1.397 Euro brutto im Monat.

Was verdient ein Kfz-Mechatroniker nach der Ausbildung?

Im Schnitt rund 3.400 Euro brutto im Monat, mit einer Spanne von 2.800 bis 4.300 Euro.

Wie viel verdient ein Kfz-Meister?

Mit Meisterqualifikation sind Gehälter bis zu 4.500 Euro brutto im Monat möglich.

Wurde die Ausbildungsvergütung 2026 erhöht?

Ja, im Schnitt stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2025 und 2026 um 3,3 Prozent.

Verdient man in Westdeutschland mehr als in Ostdeutschland?

In der Regel ja, die Ausbildungsvergütungen und Gehälter liegen in westdeutschen Bundesländern meist etwas höher.

Was verdient man zum Einstieg nach der Ausbildung?

In tarifgebundenen Betrieben liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 2.400 und 2.700 Euro brutto im Monat.

Lohnt sich eine Spezialisierung auf Elektrofahrzeuge?

Ja, Fachkräfte mit Hochvolt-Qualifikation für Elektrofahrzeuge können zusätzliche Zuschläge erhalten.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker?

Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und kann bei guten Leistungen verkürzt werden.

Zahlt jeder Betrieb nach Tarif?

Nein, nur tarifgebundene Betriebe zahlen zwingend nach Tarif, andere Werkstätten verhandeln die Vergütung individuell.

Wird die Meisterausbildung finanziell gefördert?

Ja, in vielen Bundesländern über das Aufstiegs-BAföG, das einen Teil der Lehrgangskosten übernimmt.

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle steuerliche oder finanzielle Beratung.

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Quellen

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