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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Ein Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr verdient zum Einstieg zwischen 2.400 und 2.800 Euro brutto im Monat, während der Ausbildung als Beamtenanwärter zwischen 1.200 und 1.530 Euro. Mit Erfahrung, Schichtdienst und Zulagen steigt das Einkommen auf 3.300 bis über 4.000 Euro brutto. Wie viel genau gezahlt wird, hängt von der Besoldungsgruppe, dem Bundesland und der Zahl der Zulagen ab.
Das Wichtigste in Kürze
- Anwärter erhalten während der Ausbildung 1.200 bis 1.530 Euro brutto im Monat.
- Der Einstieg im mittleren Dienst liegt bei 2.400 bis 2.800 Euro brutto.
- Mit Erfahrung und Zulagen sind 3.300 bis über 4.000 Euro brutto erreichbar.
- Zulagen für Schicht-, Nacht- und Feiertagsdienst erhöhen das Einkommen spürbar.
Ausbildung und Anwärterbezüge
Wer Feuerwehrmann werden will, beginnt als Beamtenanwärter mit einer zwei Jahre dauernden Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Während dieser Zeit erhalten Anwärter je nach Bundesland zwischen etwa 1.200 und 1.530 Euro brutto im Monat. Die Ausbildung umfasst theoretischen Unterricht an Feuerwehrschulen sowie praktische Einsatzphasen bei der jeweiligen Feuerwache.
Die drei Laufbahnen im Überblick
Die Berufsfeuerwehr gliedert sich in drei Laufbahnen. Der mittlere Dienst reicht von Feuerwehrmann bis Hauptfeuerwehrmann und wird nach den Besoldungsgruppen A7 bis A9 bezahlt. Der gehobene Dienst, etwa Brandmeister bis Brandamtmann, deckt A9 bis A13 ab. Der höhere Dienst schließlich, von Brandreferendar bis Branddirektor, reicht von A13 bis in die B-Besoldung für Führungspositionen bei großen Berufsfeuerwehren.
Kurzantwort: Ein Feuerwehrmann im Einstieg des mittleren Dienstes verdient 2.400 bis 2.800 Euro brutto im Monat, während der Ausbildung 1.200 bis 1.530 Euro brutto.
Gehalt nach Erfahrung und Dienstgrad
Mit steigender Erfahrung und höherem Dienstgrad wächst das Gehalt spürbar. Die folgende Übersicht zeigt typische monatliche Bruttogehälter im mittleren und gehobenen Dienst.
| Erfahrung/Dienstgrad | Besoldungsgruppe | Gehalt brutto/Monat |
|---|---|---|
| Einstieg (0-2 Jahre) | A7 | 2.500-2.800 Euro |
| Berufserfahren (3-5 Jahre) | A8 | 2.900-3.300 Euro |
| Erfahren (6-10 Jahre) | A9 | 3.300-3.800 Euro |
| Brandmeister mit langer Erfahrung | A9/A10 | bis 4.100 Euro |
Hinzu kommen Zulagen, die das Nettoeinkommen zusätzlich erhöhen. Mit Feuerwehrzulage und steuerfreien Schichtzuschlägen sind netto 2.400 bis 2.800 Euro schon im mittleren Dienst realistisch.
Zulagen im Feuerwehrdienst
Zum Grundgehalt kommen bei der Feuerwehr mehrere Zulagen hinzu. Die Feuerwehrzulage beträgt etwa 70 bis 130 Euro im Monat. Wer im Wechselschichtdienst arbeitet, erhält zusätzlich rund 105 Euro. Nachtzuschläge sind steuerfrei und liegen bei 25 Prozent des Stundensatzes, Feiertagszuschläge können bis zu 125 Prozent erreichen. In der Summe machen diese Zulagen einen wesentlichen Teil des tatsächlichen Einkommens aus, besonders bei Beamten im ständigen Wechselschichtdienst mit vielen Nacht- und Feiertagseinsätzen.
Kurzantwort: Zulagen für Feuerwehrdienst, Wechselschicht, Nachtarbeit und Feiertage erhöhen das Grundgehalt eines Feuerwehrmanns um mehrere hundert Euro netto im Monat.
Unterschiede zwischen den Bundesländern
Weil die Besoldung von Beamten Ländersache ist, unterscheiden sich die Gehälter je nach Bundesland. Länder mit höheren Lebenshaltungskosten wie Hamburg oder Bayern zahlen häufig etwas mehr als strukturschwächere Regionen. Auch die Zahl und Höhe der Zulagen variiert von Kommune zu Kommune, weil viele Berufsfeuerwehren kommunal organisiert sind und eigene Regelungen zu Schichtmodellen treffen.
Freiwillige Feuerwehr und Aufwandsentschädigung
Wer sich bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert, erhält kein reguläres Gehalt, da es sich um ein Ehrenamt handelt. Viele Kommunen zahlen jedoch eine Aufwandsentschädigung für Einsätze und Übungsdienste. Wer den Sprung zur Berufsfeuerwehr schaffen möchte, sammelt in der freiwilligen Feuerwehr häufig erste praktische Erfahrung, die bei der Bewerbung um eine Stelle im Beamtenverhältnis hilfreich sein kann. Manche Arbeitgeber gewähren Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zudem Freistellungen für Einsätze, ohne dass dafür Urlaubstage verwendet werden müssen.
Voraussetzungen für den Einstieg
Für die Ausbildung zum Feuerwehrmann verlangen die meisten Kommunen einen mittleren Schulabschluss, eine gute körperliche Fitness und den Führerschein der Klasse C oder CE. Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen vor der Einstellung einen Sporttest, eine ärztliche Untersuchung und ein Auswahlverfahren mit schriftlichen und praktischen Prüfungsteilen. Wer eine handwerkliche oder technische Ausbildung mitbringt, hat bei der Bewerbung oft einen Vorteil, weil viele Einsätze technisches Verständnis erfordern.
Fazit
Das Gehalt eines Feuerwehrmanns richtet sich nach Besoldungsgruppe, Bundesland und Zulagen. Wer den Weg über die Ausbildung im mittleren Dienst geht, startet moderat, kann sich aber über Erfahrung und Schichtzulagen ein solides Einkommen erarbeiten. Der Aufstieg in den gehobenen oder höheren Dienst bringt zusätzliche Verantwortung und ein spürbar höheres Gehalt mit sich, verlangt dafür aber meist eine zusätzliche Qualifizierung und mehrjährige Berufserfahrung im Einsatzdienst.
FAQ – Häufige Fragen
Was verdient ein Feuerwehrmann zum Einstieg?
Im mittleren Dienst liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.400 bis 2.800 Euro brutto im Monat.
Wie viel bekommt man während der Feuerwehr-Ausbildung?
Anwärter erhalten je nach Bundesland zwischen 1.200 und 1.530 Euro brutto im Monat.
Welche Besoldungsgruppen gibt es bei der Feuerwehr?
Der mittlere Dienst reicht von A7 bis A9, der gehobene Dienst von A9 bis A13 und der höhere Dienst von A13 bis in die B-Besoldung.
Welche Zulagen gibt es zusätzlich zum Grundgehalt?
Üblich sind Feuerwehrzulage, Wechselschichtzulage sowie steuerfreie Nacht- und Feiertagszuschläge.
Verdient man bei der freiwilligen Feuerwehr Geld?
Nein, die freiwillige Feuerwehr ist ein Ehrenamt, viele Kommunen zahlen aber eine Aufwandsentschädigung für Einsätze.
Unterscheidet sich das Gehalt zwischen den Bundesländern?
Ja, weil die Beamtenbesoldung Ländersache ist, zahlen manche Bundesländer und Kommunen etwas mehr als andere.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Feuerwehrmann?
Im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst dauert die Ausbildung in der Regel zwei Jahre.
Was verdient ein Brandmeister?
Mit mehrjähriger Erfahrung liegt das Gehalt eines Brandmeisters in der Besoldungsgruppe A9 oder A10 bei bis zu 4.100 Euro brutto im Monat.
Wie hoch ist die Feuerwehrzulage?
Sie liegt üblicherweise zwischen 70 und 130 Euro im Monat, abhängig vom Bundesland.
Kann man ohne Ausbildung direkt bei der Berufsfeuerwehr einsteigen?
Nein, der Einstieg erfolgt regulär über die zweijährige Ausbildung als Beamtenanwärter im mittleren Dienst.
Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle steuerliche oder finanzielle Beratung.
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Quellen
Björn Halder schreibt fuer vermögensatlas.de ueber Vermoegen, Steuern und Altersvorsorge.
