SRK Vermögen: Shah Rukh Khans Einnahmequellen im Überblick

Kurz gesagt: Zum Vermögen von Shah Rukh Khan – oft als SRK abgekürzt – gibt es keine amtlichen Angaben. Dokumentiert sind seine Einnahmequellen: Filmgagen und Gewinnbeteiligungen, die Produktionsfirma Red Chillies Entertainment, die Miteigentümerschaft an einem Cricket-Team und zahlreiche Werbeverträge.

Der Kern seines Einkommens sind nicht Gagen, sondern Beteiligungen.

Wer er ist

Shah Rukh Khan ist seit den 1990er-Jahren einer der bekanntesten Schauspieler Indiens und wird dort oft als „King Khan“ bezeichnet. Seine Filme erreichen ein Publikum in dutzenden Ländern.

Die Einnahmequellen

Filme. Neben Gagen erhält er bei eigenen Produktionen Anteile an den Einspielergebnissen. Diese Beteiligungen machen bei Erfolgsfilmen ein Vielfaches der Gage aus.

Red Chillies Entertainment. Seine Produktionsfirma, die auch eine eigene Abteilung für visuelle Effekte betreibt und für andere Produktionen arbeitet.

Kolkata Knight Riders. Er gehört zu den Eigentümern des Teams der Indian Premier League. Die IPL ist eine der wirtschaftlich stärksten Sportligen der Welt; die Vereine verdienen an Medienrechten, Sponsoring und Ticketverkauf.

Werbung. Er war und ist Werbegesicht zahlreicher Marken – in Indien ein besonders lukratives Geschäft.

Warum die Zahlen auseinandergehen

Indische Medien und internationale Ranglisten nennen sehr unterschiedliche Summen. Gründe sind Wechselkurse, unterschiedliche Bewertungen des Cricket-Teams und der Produktionsfirma sowie schlicht fehlende Daten.

Ein Teil der Angaben stammt aus Rankings, die Jahreseinkommen schätzen – nicht Vermögen. Beides wird häufig vermischt.

Was belegbar wäre

Indische Kapitalgesellschaften müssen Jahresabschlüsse beim Unternehmensregister einreichen. Daraus lassen sich Umsätze und Gewinne der Firmen ablesen – nicht aber, was davon privat bei einer Person ankommt.

Die eigene Produktionsfirma

Shah Rukh Khan gründete 2002 gemeinsam mit seiner Frau Gauri Khan die Produktionsgesellschaft Red Chillies Entertainment mit Sitz in Mumbai. Das Unternehmen produziert Filme und betreibt zusätzlich ein eigenes Studio für visuelle Effekte. Damit verdient es auch an Produktionen anderer.

Als Produzent behält er einen Anteil an den Erlösen seiner Filme, statt nur eine Gage zu erhalten. Genau dieser Unterschied ist im Filmgeschäft der entscheidende Hebel. Ein reiner Darsteller wird pro Produktion bezahlt und ist danach nicht mehr beteiligt.

Indische Kapitalgesellschaften reichen ihre Jahresabschlüsse beim Unternehmensregister ein. Diese Unterlagen sind gegen Gebühr abrufbar. Sie betreffen aber die Gesellschaft, nicht das Privatvermögen der Gesellschafter.

Die Beteiligung an einem Cricket-Team

Seit 2008 gehört Khan zu den Eigentümern des Teams Kolkata Knight Riders in der Indian Premier League, gemeinsam mit der Schauspielerin Juhi Chawla und deren Ehemann. Die Liga arbeitet mit Franchise-Rechten, die damals versteigert wurden. Der Einstiegspreis lag bei rund 75 Millionen US-Dollar für zehn Jahre.

Die Einnahmen der Teams stammen aus Übertragungsrechten, Sponsoring, Ticketverkauf und Merchandising. Die Liga verteilt die Medienerlöse zu einem großen Teil gleichmäßig auf die Franchises. Das macht die Erträge planbarer als im Filmgeschäft.

Später kam eine Beteiligung an einem Team der Caribbean Premier League hinzu. Auch dort gilt dasselbe Modell. Beide Beteiligungen sind öffentlich bekannt.

Warum Werbeverträge in Indien so viel wert sind

Indien hat mehr als 1,4 Milliarden Einwohner, und Filmstars erreichen dort ein Publikum, das in Europa kein Werbeträger erreicht. Entsprechend hoch sind die Honorare für Markenbotschafter. Khan war über Jahrzehnte für zahlreiche Marken tätig.

Solche Verträge laufen meist über mehrere Jahre und werden selten öffentlich gemacht. Nur gelegentlich nennen Fachmedien Größenordnungen. Bestätigt werden sie fast nie.

Hinzu kommt, dass Werbeeinnahmen stark schwanken und an die aktuelle Popularität gekoppelt sind. Nach einem erfolgreichen Kinojahr steigen sie deutlich. Nach einer Pause fallen sie ebenso schnell.

Warum Umrechnungen Zahlen verzerren

Angaben zu indischen Vermögen erscheinen häufig in Crore Rupien, also in Einheiten zu zehn Millionen. Bei der Umrechnung in Euro entstehen leicht Fehler um den Faktor zehn oder hundert. Solche Fehler wandern dann durch viele Artikel.

Zusätzlich schwankt der Wechselkurs. Eine Zahl aus dem Jahr 2015 ergibt in Euro heute einen anderen Betrag, ohne dass sich am Vermögen etwas geändert hätte. Wer Zahlen vergleicht, muss deshalb immer das Jahr mitlesen.

Belastbar bleiben nur Angaben mit Stichtag, Währung und Quelle. Fehlt eines davon, ist die Zahl nicht überprüfbar. Für Ranglisten im Netz gilt das fast durchgängig.

Immobilien als Vermögensbestandteil

Bekannt ist vor allem sein Wohnsitz im Stadtteil Bandra in Mumbai, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus der Kolonialzeit. Es ist eine touristische Sehenswürdigkeit und wird regelmäßig fotografiert. Ein Kaufpreis oder aktueller Wert ist nicht amtlich veröffentlicht.

Immobilien machen bei vermögenden Personen häufig einen erheblichen Anteil aus, sind aber schwer zu bewerten. Der Wert ergibt sich erst bei einem Verkauf. Vorher handelt es sich um eine Schätzung.

In Indien sind Grundbuchdaten je nach Bundesstaat unterschiedlich zugänglich. Eine bundesweite Abfrage wie in Deutschland gibt es nicht. Belastbare Angaben sind deshalb kaum zu bekommen.

Was sich überhaupt belegen ließe

Belegbar wären Beteiligungen an Gesellschaften über das Unternehmensregister, Angaben aus Gerichtsverfahren und veröffentlichte Kaufpreise bei Franchise-Auktionen. Alles davon betrifft einzelne Bausteine, nicht das Gesamtvermögen. Eine Summe ergibt sich daraus nicht.

Persönliche Steuerdaten sind in Indien wie in Deutschland vertraulich. Sie werden nur in Ausnahmefällen bekannt. Ranglisten stützen sich deshalb ausschließlich auf Schätzungen.

Warum Gagen wenig über Vermögen sagen

Von einer Filmgage gehen Agenturanteile, Steuern und Kosten für Personal ab. In Indien liegt der Spitzensteuersatz für hohe Einkommen einschließlich Zuschlägen deutlich über dreißig Prozent. Aus einer genannten Gage lässt sich deshalb kein Zufluss ableiten.

Hinzu kommt, dass Spitzenverdiener im Filmgeschäft häufig auf eine feste Gage verzichten und stattdessen am Erfolg beteiligt werden. Bei einem Misserfolg bleibt dann wenig übrig. Diese Verträge werden nicht veröffentlicht.

Häufige Fragen

Wofür steht SRK?

Für Shah Rukh Khan – die im indischen Sprachgebrauch übliche Abkürzung.

Gehört ihm ein Cricket-Team?

Er gehört zu den Eigentümern der Kolkata Knight Riders in der Indian Premier League.

Gibt es offizielle Vermögenszahlen?

Nein. Alle kursierenden Summen sind Schätzungen.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion vermögensatlas.de — sie schreibt hier über Vermögen, Einkommen und Zahlen dahinter.


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