Ken Jebsen Vermögen: Was über seine Einnahmen bekannt ist

Stand: September 2026 · geprüft von der Redaktion · Lesezeit: 7 Minuten

Ken Jebsen gilt als eine der bekanntesten Figuren der deutschen alternativen Medienszene. Zu seinem tatsächlichen Vermögen gibt es keine geprüfte Zahl aus seriöser Quelle. Bekannt sind dagegen seine Karrierestationen und Einnahmequellen: der RBB, das Portal KenFM, dessen Nachfolger Apolut und eine Firma auf Zypern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bürgerlicher Name: Kayvan Soufi-Siavash, geboren 1966
  • 2011 vom RBB nach antisemitischen Äußerungen in privaten E-Mails entlassen
  • Gründete 2012 das Portal KenFM, seit 2021 firmiert es als Apolut
  • Zu seinem Vermögen liegt keine seriöse Schätzung vor, nur Angaben zu Einnahmequellen

Ken Jebsen Vermögen: Was ist bekannt?

Es existiert keine von Wirtschaftsmedien geprüfte Vermögensschätzung zu Ken Jebsen. Anders als bei Prominenten mit Manager, Plattenvertrag oder Börsennotierung lässt sich sein Einkommen kaum nachvollziehen. Seine Haupteinnahmequellen sind seit Jahren Spenden und Mitgliedsbeiträge für sein Onlineportal. Konkrete Zahlen dazu legt er selbst nicht offen. Wirtschaftsmagazine, die regelmäßig Vermögen von Prominenten schätzen, führen ihn deshalb in keiner ihrer Ranglisten. Auch investigative Recherchen zu seinen Finanzen liefern bisher nur Bruchstücke, keine Gesamtsumme. Portale, die im Netz dennoch konkrete Millionenbeträge nennen, verweisen dabei in aller Regel auf keine überprüfbare Quelle.

Kurzantwort: Zu Ken Jebsens Vermögen gibt es keine geprüfte Schätzung. Öffentlich bekannt sind nur seine Einnahmequellen aus Spenden und Crowdfunding.

Wer ist Ken Jebsen? Werdegang vor KenFM

Ken Jebsen heißt bürgerlich Kayvan Soufi-Siavash und wurde 1966 geboren. Ab 1987 arbeitete er als Radio- und Fernsehmoderator bei mehreren Sendern in Deutschland. Er moderierte unter anderem Musiksendungen und galt in der Berliner Radioszene als bekannter Name. Ab 2001 übernahm er beim Sender Radio Fritz des Rundfunks Berlin-Brandenburg seine eigene Sendung mit dem Titel KenFM. Über die Jahre entstanden mehr als 500 Folgen, die sonntags ausgestrahlt wurden. Der Sender zählte ihn lange zu seinen bekanntesten und beliebtesten Stimmen. Neben der klassischen Radioarbeit baute Jebsen früh eine Onlinepräsenz auf und experimentierte mit Podcast-ähnlichen Formaten, lange bevor der Begriff in Deutschland gebräuchlich war. Sein Sendungsname KenFM wurde später zum Markenzeichen und ging nach der Kündigung direkt in sein eigenes Onlineprojekt über.

Die Kündigung beim RBB 2011

Im November 2011 wurden private E-Mails von Jebsen öffentlich. Darin bezeichnete er den Holocaust als PR-Aktion. Der Journalist Henryk M. Broder machte die Mails publik, woraufhin eine öffentliche Debatte über Jebsens Sendung entstand. Der RBB setzte KenFM zunächst aus und ließ stattdessen Musik ohne Moderation laufen. Der Sender verteidigte Jebsen zunächst gegen den Vorwurf der Holocaustleugnung, kündigte ihm aber am 23. November 2011 fristlos. Als Begründung nannte die Programmdirektion wiederholte Verstöße gegen journalistische Standards. Jebsen klagte gegen die Kündigung vor dem Arbeitsgericht Potsdam und ließ vortragen, dass keine wirksamen Kündigungsgründe vorlägen. Beide Seiten einigten sich schließlich außergerichtlich auf einen Vergleich. Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart, eine Summe wurde nie bekannt.

KenFM: Gründung und Finanzierung durch Spenden

Nach der Trennung vom RBB gründete Jebsen 2012 das Onlineportal KenFM als eigenständige Plattform. Die Seite finanzierte sich nach eigenen Angaben ausschließlich durch Spenden und Crowdfunding, ohne Werbung oder Abo-Gebühren. Jebsen nannte öffentlich ein Spendenziel von 100.000 Euro pro Jahr für den laufenden Betrieb. Bis 2016 wuchs das Angebot auf rund 500.000 YouTube-Abonnenten und etwa 40 Millionen Videoaufrufe. Die eigene Webseite verzeichnete zu dieser Zeit rund 100.000 Besucher täglich, das Team umfasste nach eigenen Angaben fünf feste Mitarbeiter. Wie viel Geld dabei tatsächlich zusammenkam, legte Jebsen nie im Detail offen. Journalisten kritisierten wiederholt die fehlende Transparenz über Spendenhöhe und mögliche Großspender. Eine Recherche des Fachmagazins journalist bemängelte etwa, dass weder Budget noch Bürostandort von KenFM nachvollziehbar seien. An der öffentlich genannten Adresse in Berlin-Kreuzberg fand sich demnach nur ein Briefkasten.

Der Wechsel zu Apolut und die YouTube-Sperrung

Im November 2020 sperrte YouTube den KenFM-Kanal wegen medizinischer Falschinformationen zur Corona-Pandemie. Jebsen verlegte seine Arbeit daraufhin zunächst auf alternative Videoplattformen und eigene Kanäle. Im Sommer 2021 ging das Nachfolgeportal Apolut online, das seine bisherigen Formate und Mitarbeiter übernahm. Auch dort blieb Crowdfunding die zentrale Finanzierungsquelle. Eine Studie des EU Disinfo Lab ordnete apolut.net 2022 unter jenen alternativen Portalen ein, die verstärkt auf Kryptowährungsspenden setzten, nachdem der Zahlungsdienst Patreon Jebsens Account im Jahr zuvor auf Druck einer Medienanstalt gesperrt hatte. Konkrete Spendensummen für apolut.net selbst nannte die Studie nicht, sie verglich das Portal aber mit anderen europäischen Fällen, bei denen Krypto-Spenden im sechs- bis siebenstelligen Bereich lagen.

Firmensitz Zypern: Apolut Creatives Limited

Ab 2023 verlagerte Jebsen sein Geschäftsmodell zunehmend ins Ausland. Bereits 2021 hatte er nach Medienberichten ein Haus in Südschweden erworben. Nach Recherchen von t-online verlor die bisherige deutsche Betreibergesellschaft Apolut GmbH im Februar 2026 ihre Bankverbindung bei einer Volksbank. Das Geschäft übernahm daraufhin die zyprische Gesellschaft Apolut Creatives Limited, die laut t-online etwa zwei Monate zuvor gegründet worden war. Laut Registerunterlagen tritt Soufi-Siavash dort als Geschäftsführer auf. Er hat nach eigenen Angaben einen Wohnsitz auf Zypern angemeldet. In einem Videointerview sagte er, er lebe seit dreieinhalb Jahren „aus Koffern“ und halte sich nun auf einer Insel auf, wo er sich morgens nur noch für ein T-Shirt entscheiden müsse. Ein Flug von Berlin nach Larnaka dauere knapp vier Stunden. Die auf der Apolut-Homepage hinterlegte Kontaktadresse führt laut t-online-Recherche jedoch „ins Nichts“, was auf eine reine Briefkastenstruktur der Gesellschaft hindeutet.

Kurzantwort: Ken Jebsen betreibt sein Portal apolut.net seit 2026 über die zyprische Firma Apolut Creatives Limited und hat dort nach eigenen Angaben einen Wohnsitz angemeldet.

Warum es keine seriöse Vermögensschätzung gibt

Anders als bei Personen mit Aktienpaketen, Immobilienbesitz oder Firmenbeteiligungen gibt es zu Jebsen keine belastbare Datenbasis. Sein Geschäftsmodell beruht auf Spenden, Mitgliedsbeiträgen und einer Firma auf Zypern, deren Bilanzen nicht öffentlich einsehbar sind. Auch Handelsregister-Auszüge liefern in solchen Fällen selten verlässliche Vermögenszahlen, sie zeigen lediglich Geschäftsführer und Sitz einer Gesellschaft. Wirtschaftsmagazine, die sonst Vermögen von Prominenten schätzen, führen Jebsen deshalb nicht in ihren Ranglisten. Auch bei anderen Medienpersönlichkeiten wie Sandra Maischberger kursieren im Netz Zahlen, die sich nicht immer auf geprüfte Quellen stützen. Ähnliches gilt für Onlinekreative wie Jean-Pierre Kraemer, deren Einnahmen aus digitalen Plattformen sich von außen kaum beziffern lassen. Eine im Internet kursierende Summe zu Jebsens Vermögen lässt sich keiner geprüften Quelle zuordnen. Seriöser Journalismus verzichtet in diesem Fall auf eine Schätzung, statt eine Zahl zu erfinden, die sich später als falsch herausstellen könnte.

Fazit

Ken Jebsens Karriere reicht vom RBB-Moderator bis zum Betreiber eines der bekanntesten alternativen Medienportale Deutschlands. Seine Einnahmequellen liegen offen zutage: Spenden, Mitgliedsbeiträge und zuletzt eine Firma auf Zypern. Eine geprüfte Zahl zu seinem Gesamtvermögen existiert dagegen nicht. Wer im Netz eine konkrete Summe findet, sollte die Quelle kritisch prüfen und nach einem Beleg fragen. Bis eine geprüfte Zahl vorliegt, bleibt nur die Beschreibung der bekannten Einnahmequellen und Firmenstrukturen.

FAQ – Häufige Fragen

Wie hoch ist das Vermögen von Ken Jebsen?

Es gibt keine geprüfte Schätzung aus seriöser Quelle. Öffentlich bekannt sind nur seine Einnahmequellen aus Spenden und Crowdfunding.

Wovon lebt Ken Jebsen heute?

Von Spenden und Mitgliedsbeiträgen für sein Portal Apolut sowie über seine Firma Apolut Creatives Limited auf Zypern.

Warum wurde Ken Jebsen beim RBB gekündigt?

Der Sender kündigte ihm 2011, nachdem private E-Mails mit antisemitischen Äußerungen öffentlich geworden waren.

Wie hieß Ken Jebsens erstes eigenes Projekt nach dem RBB?

Das Onlineportal KenFM, das er 2012 gründete und über Spenden finanzierte.

Warum heißt das Portal heute Apolut?

Nach der YouTube-Sperrung im November 2020 wegen Corona-Falschinformationen benannte Jebsen sein Projekt 2021 um.

Wo lebt Ken Jebsen aktuell?

Nach eigenen Angaben und Medienrecherchen hat er 2026 einen Wohnsitz auf Zypern angemeldet.

Was ist Apolut Creatives Limited?

Eine zyprische Gesellschaft, die laut Registerunterlagen von Jebsen geleitet wird und das Portal apolut.net betreibt.

Wie finanziert sich Apolut?

Über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Laut einer Studie des EU Disinfo Lab spielen auch Kryptowährungsspenden eine Rolle.

Ist Ken Jebsen noch beim RBB beschäftigt?

Nein. Der Rechtsstreit um seine Kündigung endete 2011 mit einem außergerichtlichen Vergleich.

Wie alt ist Ken Jebsen?

Er wurde 1966 geboren. Sein genauer Geburtstag ist öffentlich nicht bekannt.

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Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion vermögensatlas.de – recherchiert öffentlich zugängliche Fakten zu Vermögen und Karrieren bekannter Persönlichkeiten.

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