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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Der Job als Steuerfachangestellte dreht sich um Buchführung, Lohnabrechnungen und Steuererklärungen für Mandanten einer Kanzlei oder eines Unternehmens. Die Ausbildung dauert drei Jahre, das Einstiegsgehalt danach liegt meist zwischen 2.400 und 3.400 Euro brutto im Monat. Wer sich weiterbildet, verdient als Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter spürbar mehr.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in Kanzlei und Berufsschule statt.
- Ausbildungsgehalt: rund 1.000 bis 1.500 Euro brutto pro Monat, je nach Lehrjahr.
- Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: etwa 2.400 bis 3.400 Euro brutto im Monat.
- Weiterbildung zum Steuerfachwirt hebt das Gehalt auf 4.000 Euro und mehr.
Was macht eine Steuerfachangestellte im Berufsalltag
Der Job umfasst Buchführung für Mandanten, die Erstellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie die Vorbereitung von Steuererklärungen für Privatpersonen und Unternehmen. Dazu kommen Kontakt mit Finanzämtern, Terminüberwachung und die Kommunikation mit Mandantinnen und Mandanten. Gearbeitet wird überwiegend am Bildschirm mit spezieller Buchhaltungssoftware, kaum noch mit Papierakten. Wer den Job ergreift, arbeitet meist in einer Steuerkanzlei, seltener in der Steuerabteilung eines größeren Unternehmens.
Ausbildung: Dauer, Voraussetzungen und Ablauf
Die Ausbildung zur Steuerfachangestellten dauert regulär drei Jahre und läuft dual ab, also im Betrieb und in der Berufsschule. Bei sehr guten Noten lässt sie sich um bis zu sechs Monate verkürzen. Einen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss gibt es nicht, in der Praxis verlangen die meisten Kanzleien aber einen mittleren Schulabschluss oder Abitur mit guten Noten in Mathematik und Deutsch. Wichtig sind Sorgfalt, Zahlenverständnis und Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen.
Kurzantwort: Die Ausbildung dauert drei Jahre, verlangt keinen bestimmten Schulabschluss und läuft parallel in Kanzlei und Berufsschule. Praktisch verlangen Arbeitgeber meist einen mittleren Abschluss mit guten Noten.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr
Einen bundesweiten Tarifvertrag gibt es für den Beruf nicht, deshalb schwankt die Vergütung je nach Kanzlei und Region. Die folgende Tabelle zeigt typische Spannen.
| Lehrjahr | Monatliche Vergütung |
|---|---|
| 1. Jahr | 1.000 – 1.400 Euro |
| 2. Jahr | 1.100 – 1.450 Euro |
| 3. Jahr | 1.200 – 1.500 Euro |
Gehalt nach der Ausbildung
Direkt nach der Prüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 2.400 und 3.400 Euro brutto im Monat, abhängig von Kanzleigröße, Region und Bundesland. In Westdeutschland liegen die Gehälter im Schnitt über denen in Ostdeutschland. Mit steigender Berufserfahrung wächst das Gehalt spürbar weiter.
| Berufserfahrung | Monatsgehalt brutto |
|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 – 2.800 Euro |
| 5 Jahre | etwa 3.000 Euro |
| 10 Jahre | 3.300 – 3.600 Euro |
| 20 Jahre | 3.600 – 3.800 Euro |
Kurzantwort: Nach der Ausbildung starten Steuerfachangestellte meist bei 2.400 bis 3.400 Euro brutto. Mit zehn Jahren Berufserfahrung sind 3.300 bis 3.600 Euro üblich.
Weiterbildung: Steuerfachwirt, Bilanzbuchhalter, Steuerberater
Wer nach ein paar Berufsjahren mehr verdienen will, bildet sich weiter. Die Prüfung zum Steuerfachwirt oder zur Steuerfachwirtin gilt als klassischer erster Schritt und hebt das Gehalt häufig auf 4.000 bis 4.200 Euro brutto. Eine Alternative ist die Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter mit Schwerpunkt Finanzbuchhaltung, oft in Unternehmen statt in Kanzleien. Das langfristige Ziel vieler Fachkräfte ist die Steuerberaterprüfung, die nach ausreichend Berufserfahrung oder einem passenden Studium möglich wird. Angestellte Steuerberaterinnen und Steuerberater verdienen danach häufig ab 7.000 Euro aufwärts.
Regionale Unterschiede und Arbeitgeber
Die Gehälter unterscheiden sich deutlich zwischen den Bundesländern. In Bayern und Baden-Württemberg liegen die Werte meist über dem Bundesdurchschnitt, in ostdeutschen Bundesländern eher darunter. Auch die Größe des Arbeitgebers spielt eine Rolle: Große überregionale Kanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zahlen im Schnitt mehr als kleine Einzelkanzleien vor Ort. Wer flexibel bei der Wahl des Standorts ist, kann allein durch einen Wechsel des Bundeslands mehrere hundert Euro monatlich mehr verdienen, ohne die Position zu wechseln.
Berufsaussichten und Alternativen
Fachkräfte in diesem Beruf sind gefragt, weil Steuerkanzleien seit Jahren Nachwuchs suchen. Digitalisierung verändert die Arbeit, ersetzt sie aber nicht: Buchhaltungssoftware übernimmt Routineaufgaben, die Beratung von Mandanten bleibt Aufgabe der Menschen im Team. Wer den direkten Kontakt zu Mandanten sucht, findet im Job als Steuerfachangestellte eine solide Basis für spätere Spezialisierungen in Lohnbuchhaltung, Jahresabschluss oder Steuerberatung. Auch ein Wechsel in die Steuerabteilung eines mittelständischen Unternehmens ist nach einigen Jahren Kanzleierfahrung eine gängige Option, oft verbunden mit geregelteren Arbeitszeiten als in einer Kanzlei zur Hochsaison der Steuererklärungen.
Fazit
Der Job als Steuerfachangestellte bietet einen krisenfesten Einstieg mit klaren Weiterbildungswegen. Die Ausbildung dauert drei Jahre, das Einstiegsgehalt startet bei rund 2.400 Euro und wächst mit Erfahrung und Zusatzqualifikation deutlich. Wer den nächsten Karriereschritt sucht, findet mit Steuerfachwirt, Bilanzbuchhalter oder Steuerberater klare Ziele vor sich.
FAQ – Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zur Steuerfachangestellten?
Regulär drei Jahre, bei sehr guten Leistungen lässt sie sich um bis zu sechs Monate verkürzen.
Welchen Schulabschluss braucht man für den Job?
Gesetzlich ist keiner vorgeschrieben, in der Praxis verlangen Kanzleien meist einen mittleren Schulabschluss oder Abitur.
Was verdient man während der Ausbildung?
Je nach Lehrjahr zwischen 1.000 und 1.500 Euro brutto im Monat, ein bundesweiter Tarif fehlt.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung?
Meist zwischen 2.400 und 3.400 Euro brutto im Monat, abhängig von Region und Kanzleigröße.
Wie verändert sich das Gehalt mit Berufserfahrung?
Nach zehn Jahren liegen viele bei 3.300 bis 3.600 Euro, nach zwanzig Jahren bei bis zu 3.800 Euro brutto.
Welche Weiterbildung bringt am meisten Gehalt?
Der Sprung zum Steuerfachwirt hebt das Gehalt häufig auf 4.000 bis 4.200 Euro, der Weg zum Steuerberater führt am höchsten hinauf.
Was sind die Hauptaufgaben im Job?
Buchführung, Lohnabrechnungen, Vorbereitung von Steuererklärungen sowie Kontakt zu Mandanten und Finanzämtern.
In welchen Bundesländern wird am besten gezahlt?
Bayern und Baden-Württemberg liegen meist über dem Bundesdurchschnitt, ostdeutsche Länder eher darunter.
Kann man ohne Ausbildung als Steuerfachangestellte arbeiten?
Nein, die abgeschlossene Ausbildung oder eine gleichwertige Qualifikation ist Voraussetzung für den Beruf.
Ist der Beruf zukunftssicher trotz Digitalisierung?
Ja, Software übernimmt Routineaufgaben, die Beratung von Mandanten bleibt aber weiterhin Aufgabe von Fachkräften.
Dieser Beitrag ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
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Quellen
Geschrieben von Theresa Kuhn fuer vermögensatlas.de. Der Text ist keine Anlageberatung.
